„Her mit dem Pflaster und weg ist das Problem“

Ein Öllämpchen ist sehr nützlich – solange es NICHT leuchtet. wink Wehe, es macht sich das erste Mal in seinem Leben auffällig bemerkbar. Dabei wartet es schon sooo lange darauf. Schließlich wurde es dafür konstruiert. 

Endlich kann es zeigen, was in ihm steckt. Es leuchtet und strahlt WAS DAS ZEUG HÄLT und hält sich vor Freude den Bauch. Sein Herzlein läuft vor Wonne fast über, und der kraftvolle Strom steigt ihm vor lauter Aufregung in den nun hochroten Kopf.


„Scheiße, was ist das denn?“, hört es einen entsetzten Aufruf.

Ihm gefriert der Strom in den Adern. Das Herz rutscht dem Lämpchen in die Hose. Ein kurzes Flackern verrät seinen Stress – und erweckt bei seinem Besitzer neue Hoffnung. Dann aber streckt es seine Brust raus und bleibt sich treu!

Ein leiseres besorgtes Brummeln erreicht seine Ohren: „Hmmm, hmmm, hmmm, was mach ich bloß?“ 

Tja, das Öllämpchen ist halt kein Benzinlämpchen – obwohl auch sein Leuchten nicht strahlend begrüßt wird. Seine Besitzer wissen aber, was es zu bedeuten hat. Sie kennen auch die Schweigegeld-Forderung. Und ja, sie können es verschmerzen. 

Sofort ein Problem?

Dagegen könnte das Öllämpchen zu einem Problem werden. Wobei…! Nein, es IST schon ein Problem. Denn seine Besitzer wissen nicht, was es bedeutet. Es könnte den Preis für ein paar Liter Öl bedeuten, aber… es könnte auch richtig teuer werden. 

 Zum Glück überwiegt der gesunde Menschenverstand. Wir wissen: wenn es nicht „ernst genommen“ wird – ich will mal nicht überfordern. Das mit der Dankbarkeit lasse ich weg wink -, dann könnte der Schaden größer und größer werden. 

Wäre das Auto „bloß“ unser Körper (gut, das „bloß“ ist jetzt ironisch), dann würden wir ein Pflaster aus dem Handschuh-Fach nehmen und es kurzerhand überkleben. Tun wir natürlich nicht – wenn es um unser Auto geht!

Die alten Weisen

„Heile einen Menschen nur,
wenn er bereit ist, das zu verändern,
was ihn krank macht!“,

sagt schon Hippokrates. Was für eine Ironie schlechthin, dass gerade Ärzte, die einen Eid auf diesen mitfühlenden Aktivisten des Heilwesens schwören, der um 460 bis 370 v. Chr. lebte, diesen Passus nicht mehr zu kennen scheinen. 

Abgesehen von Notfallbehandlungen, die uns Menschen Zeit zur Veränderung verschaffen können, scheint es nur darum zu gehen, die Symptome, also das Öllämpchen, zu überkleben. Mit den modernsten Arten des Pflasters, die zur heutigen Zeit existieren, rücken uns die Halbgötter in Weiß zu leibe: Medikamente so weit das Auge schaut. 

Es geht nicht mehr um Heilung, sondern um Vertuschung, damit die Karre (unser wundervoller Body) ohne Zeitverlust weiter funktioniert. Der Schaden wird größer, weitreichender und immer teurer und ist schwerer wieder in die Balance zu bringen, aus der er schon vor langer Zeit hinausgefallen ist.
Wobei: hier möchte ich gerecht bleiben. Beständ an dieser Methode kein Interesse, würde sie längst nicht mehr angeboten. Und gäbe es keine macht- und profitgeile Pharma, hätten wir sowieso viele Probleme weniger. 

Hätte, hätte Fahrradkette

Wir sind alle gefordert, etwas zu verändern. Wer sitzt hinter dem Steuer unseres Gefährts? Wer trägt die Verantwortung für unseren Body? Immer nur wir selbst! Wir können versuchen, sie eine Zeitlang abzugeben. Wir können so tun, als wäre es in Ordnung. Wir können so tun, als hätten wir es nicht besser gewusst. Aber wir wissen DIE GANZE ZEIT, dass wir uns selbst belügen!

Unser Body braucht unsere Unterstützung. Er braucht den richtigen Sprit (übrigens sehr individuell welchen und wieviel). Er braucht regelmäßige Wartung, damit wir schauen können, ob alles wie geschmiert läuft. Für diese Zeit wird ein Auto aus dem Verkehr gezogen und der Mensch braucht – ganz simple – eine Pause. 

Sobald ein Öllämpchen zu leuchten beginnt, ist es höchste Eisenbahn, uns auf die Suche zu begeben. Was stimmt mit uns und unseren Lebensgewohnheiten nicht?
Wir können uns Menschen zu Rate holen, die sich mit den innern Abläufen gut auskennen, damit sie uns heilsame Anregungen geben. Die Verantwortung liegt und bleibt dennoch in unserer Hand. 

Wenn ein Symptom uns das Leben schwer macht (und voller Wonne leuchtet, bis der Kopf rot anläuft, denn dafür wurde es gebaut), dann ist es Zeit für eine Auszeit – nicht für ein Pflaster. 

Unser Body braucht mehr als Pflaster!

Unser Body ist unser treuster Begleiter. Egal welchen Unfug wir in unserem Leben treiben – er ist treu bis zum Tod. Wäre es nicht schön, wenn die gemeinsame Reise nicht schmerzerfüllt ist, sondern Spaß macht?

Nicht alles liegt in unserer Hand. Aber mehr, als man uns glauben machen will. 

Also weg mit dem Pflaster. Umarme Dein Lämpchen. Ändere, was zu ändern ist, und DANN setze Deine Reise voller Wonne fort – mit einem blassen Licht im Cockpit, welches nun wieder geduldig aufpasst, ob die Richtung stimmt. Und wenn nicht… na ja, den Rest kennst Du schon laughing

Noch eine Anregung für deine menschliche Benzinlämpchenfunktion:
Solltest Du das Gefühl von Stress bekommen, egal ob durch anstehende Prüfungen, durch scheinbaren Zeitmangel, eigene und/oder äußere ungesunde Erwartungen, dann sieh ihn als Dein Benzinlämpchen-Ersatz. Stress ist zu Beginn noch kein großes Problem. 

Regelmäßig Ruhe tanken und Gedanken klären reicht da meist völlig aus. Nur chronischer Stress ist Gift. Aber Dein Öllämpchen wartet schon 😉

Es grüßt Dich herzlich

Daniela

P.S. Ist Stress ein Thema? Anregungen, um der Stressfalle zu entkommen, findest Du z.B. in meinem 5-teiligen Online-Kurs: „Raus aus der Stressfalle“.

>> Der erste Teil ist hier für Dich freigeschaltet, damit Du schnuppern kannst<< 

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